Programmübersicht
Keynote
Plenary
09.00 - 10.00 UhrDie Geobranche befindet sich im Umbruch: Technologischer Fortschritt, neue Arbeitsformen und veränderte Werte treffen auf einen zunehmenden Fachkräftemangel. Impulsreferate beleuchten Ursachen und Lösungsansätze – von der Attraktivität der Berufsbilder bis zu flexiblen Organisations‑ und Führungsmodellen. Wie kann der Wandel aktiv gestaltet werden? Wie lassen sich Talente gewinnen und halten? Welche Massnahmen haben sich bewährt? Ziel sind praxisnahe Ansätze für eine zukunftsfähige Geobranche.
Themenblöcke
A1: Geoinformation Schweiz: Wissen vernetzen – Menschen befähigen
(10.00 - 11.45 Uhr)Aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen bedingen eine stärker vernetzte und kompetenzorientierte NGDI. Sie entwickelt sich zu einer Wissens-Infrastruktur, die Menschen befähigt, Geodaten wirksam zu nutzen. Einige Tätigkeitsfelder der Strategie Geoinformation Schweiz werden beleuchtet: die Bedeutung von Datenqualität und Prozessen, neue Kompetenzprofile, Innovation und SWISSGEO als neue, zentrale Plattform der Wissens-Infrastruktur und als verbindende NGDI-Komponente. Langfristig sind wir dank Vernetzung und Befähigung über Organisationen und Technologien hinweg erfolgreich.
A2: Verantwortungsvoll handeln mit Geodaten und Prozessen
(13.30 - 14.45 Uhr)Mit der zunehmenden Nutzung der neuen technologischen Möglichkeiten steigt auch das Bedürfnis nach klaren Regeln für Geodaten und KI, und nach offenen, transparenten technologischen Grundlagen, die Vertrauen und Nachvollziehbarkeit schaffen. Aus unterschiedlichen Perspektiven und anhand konkreter Anwendungsfälle werden Schlagworte wie Open Government Data, digitale Souveränität und Datenethik beleuchtet. Zudem werden die aktuellen Entwicklungen bei der Festlegung rechtlicher Rahmenbedingungen für die Nutzung von Geodaten und KI in Europa und deren Auswirkung auf die Schweiz betrachtet.
A3: Die rechtliche Bedeutung von Geoinformation
(15.15 - 16.30 Uhr)Geoinformationen gewinnen rechtlich an Bedeutung. Kataster und Register schaffen verlässliche Grundlagen für Rechtssicherheit, Eigentumsschutz und sichere Infrastrukturen und unterstützen transparente, effiziente Entscheidungen in Verwaltung und Planung. Wie wird die Qualität und Glaubwürdigkeit dieser wichtigen Entscheidungsgrundlage sichergestellt und wie kann der Bedarf an Daten-Kontinuität mit Neuerungen im Bereich Geoinformation in Einklang gebracht werden?
B1: Performante Erfassungstechnologien für bedarfsgerechte Geodaten
(13.30 - 14.45 Uhr)Geodaten müssen zu den Anforderungen passen und aktuell sein. Rasch nutzbare Geodaten für unterschiedlichste Anwendungen entstehen durch die Nutzung innovativer Sensoren, professioneller boden- und luftgestützter Systeme sowie Methoden intelligenter Datenfusion. Die Forschung der FHNW trifft auf das Praxiswissen von Ingenieur Geometer Schweiz (IGS) und zeigt leistungsfähige Erfassungstechnologien im konkreten Einsatz für verschiedene Anwendungen.
B2: Grosse Geodaten integrieren und modellieren
(10.00 - 11.45 Uhr)Welche Methoden und Werkzeuge sind nötig, um umfangreiche Geodatensätze effizient und „smart“ zu integrieren und zu modellieren? Anhand von Werkzeugen wie GIS-Workflow- und Modellierungsumgebungen, visuellen Prozess-Designern sowie Orchestrierungs- und ETL/ELT-Plattformen - insbesondere das neue Apache Hop - werden praxisnahe Beispiele für die Orchestrierung und Prozessierung von Geodaten demonstriert. Ein Anwendungsbeispiel zur probabilistischen Analyse von Naturgefahren zeigt die Herausforderungen und neuen Möglichkeiten auf.
B3: Geodaten sichtbar und nutzbar machen
(15.15 - 16.30 Uhr)Von der statischen Karte zum Echtzeitsystem: Geodaten erzielen die grösste Wirkung, wenn sie gut sichtbar, einfach teilbar und dadurch rasch nutzbar sind. Der Weg von der Datenaufbreitung und -integration zu verschiedenen Visualisierungsformen wird unter Berücksichtigung der sich wandelnden Nutzerbedürfnisse beispielhaft an den neuen Kartenprodukten von swisstopo aufgezeigt und an Beispielen aus der Praxis im Bereich Einsatzleitsysteme und generelle Entwässerungsplanung (GEP) veranschaulicht.
C1: GIS‑Trends - neue technologische Impulse
(10.00 - 11.45 Uhr)Seit zwei Jahren werden technologische GIS-Trends von der SOGI-Fachgruppe auf www.gistrends.ch publiziert. Die wichtigsten Schlüsseltechnologien für die nächste Generation von GIS werden eingeordnet. Als neue Impulse für moderne GIS-Architekturen werden Container-Orchestrierung und Gaussian Splats speziell beleuchtet.
C2: Mehr Wertschöpfung dank robustem Unternehmens‑GIS
(13.30 - 14.45 Uhr)Wertschöpfung durch GIS entsteht, wenn der Nutzen im ganzen Unternehmen anerkannt wird. Welches sind die Voraussetzungen und Lösungsansätze dazu? Ein Praxisvortrag beleuchtet die aktuellen Herausforderungen und Camptocamp, Esri, VertiGIS und Hexagon zeigen, wie Unternehmens GIS als zentrale IT Komponente einen strategischen Nutzen liefert.
C3: Digitale Zwillinge - mehr als nur 3D-Daten
(15.15 - 16.30 Uhr)Digitale Zwillinge eröffnen neue Wege in Planung und Gestaltung unseres Lebensraums wie auch zur Verbesserung des Betriebes. Durch die Verbindung von GIS, BIM, und Echtzeitsensoren werden reale Prozesse abgebildet und komplexe Systeme verständlicher. Anwendungen aus Verwaltung, Infrastruktur und öffentlichem Verkehr zeigen, wie digitale Zwillinge mit der GDI zusammenspielen und welchen Mehrwert sie bei Planung und Betrieb bieten.
D1: Anwendungen mit Raumbezug schaffen Wirkung
(10.00 - 11.45 Uhr)Innovative Geodatenanwendungen verbinden wirtschaftlichen Nutzen mit gesellschaftlicher Wirkung. Konkrete Anwendungen aus den Bereichen Infrastruktur, Handel und Bau zeigen, wie geodatenbasierte Lösungen die Effizienz steigern, die Sicherheit erhöhen und Entscheidungsprozesse unterstützen. Auf dieser Grundlage können neue Angebote und Geschäftsmodelle entstehen, die die Effizienz, Sicherheit und Lebensqualität in Wirtschaft und Gesellschaft nachhaltig verbessern.
D2: Bessere Höhenmodelle und neue Koordinatensysteme für interoperable Anwendungen
(13.30 - 14.45 Uhr)Raum und Nutzungsverhalten verändert sich – Bezugssysteme müssen Schritt halten, denn verlässliche Geodaten brauchen weiterhin stabile Bezugssysteme. Aktuelle Höhenmodelle, nationale Koordinatensysteme und globale hexagonale Grids schaffen die Basis für interoperable Geodaten, konsistente Datenräume und neue Anwendungen.
D3: GeoAI – Künstliche Intelligenz im Dienste der Geonformation
(15.15 - 16.30 Uhr)GeoAI verbindet künstliche Intelligenz mit Geoinformationen und hat sich vom Forschungsthema zur praxistauglichen Schlüsseltechnologie entwickelt. Beispiele aus der Wirtschaft und Verwaltung sowie innovative Start-ups zeigen, wie GeoAI-Methoden Veränderungen unserer Umwelt automatisch erkennen und Entscheidungsprozesse unterstützen. Welche neuen Perspektiven eröffnen sich damit für Gesellschaft, Verwaltung und Wirtschaft?
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