Workshops, 5. Juni 2018

Technologie

Der erste Tag des GEOSummit 2018 bietet halbtägige Workshops zu zukunftsrelevanten Technologien.

Vormittag

> Drones today and tomorrow, solutions and trends

Die Teilnehmer sollen mit dem aktuellen Stand der Drohnen-Technologie vertraut gemacht werden. Was ist seit 2016 passiert, was sind die typischen Anwendungen und wo sind die Schwierigkeiten? Welche technischen und gesetzlichen Änderungen, Verbesserungen und Neuigkeiten kann man in den nächsten Jahren erwarten? Welche Regeln gelten und welche Bewilligungen sind erforderlich?

Im Rahmen einer anschliessenden Diskussion mit den Referenten können die Teilnehmer ihre Praxiserfahrungen erweitern und neuen Input bekommen. 

ZIELE:

  • Technologie: Stand 2018, HW & SW.
  • Anwendungen: DOM und DGM, Orthophotos, 3D-Modelle
  • Perspektiven: neue Nutzlasten und Sensoren, neue gesetzliche Regulierungen

SPRACHEN:
Deutsch, Französisch, Englisch

MODERATION:
Stéphane Bovet & Martin Sauerbier, SGPF

MITWIRKENDE:
François Gervaix, SenseFly
Stuart Lane, Uni Lausanne
Markus Farner, BAZL
Florent Béron, Skyguide
Nikoleta Guetcheva, pix4D
Florian Muehlschlegel, pix4D
Martin Sauerbier, Geosystems GmbH

PATENSCHAFT:
SGPF

> BIM - Fixstern am Geomatik Himmel

Building Information Modeling ist nicht mehr Zukunftsmusik, BIM ist eine Realität!  In vielen Ländern ist man bereits viel weiter und die Geobranche droht sogar ins Hintertreffen zu geraten.  Das SIA Merkblatt MB 2051 BIM tritt ab 1.1.2018 in Kraft.

Was bedeutet dies für die Geobranche? Wo stehen wir heute? Wie können wir als Branche mitwirken? 

Im Rahmen des Workshops werde die Anforderungen und die Gestaltungsmöglichkeiten diskutiert. Daraus sollen dann konkrete Massnahmen festgelegt werden.

ZIELE:
Seit der letzten GeoSummit ist auch in der Schweiz einiges im Themenbereich BIM passiert. Mit dem Merkblatt SIA 2051 BIM hat der SIA ein erstes Dokument zur Verständigung erarbeitet und publiziert, welches im In- und Ausland auf reges Interesse stösst. Die CH-Geobranche hat sich dabei über die Verbandsgrenzen hinaus aktiv in den Arbeiten zur Erarbeitung des Merkblattes eingebracht. Auf dieser Basis wird aufgezeigt, was BIM ist und wo die Schweiz in der vorgenannten Thematik steht. Input, in welche Richtung die Steuergruppe BIM - Geodaten weiterhin wirken soll, ist ausdrücklich gewünscht. Schlussendlich sollen sich die Teilnehmenden auf Grund der Inputreferate und den Diskussionen im World-Café ein eigenes Bild von den Herausforderungen und Chancen im Themenfeld von GEO+BIM machen.

SPRACHE:
Deutsch

MODERATION:
Christoph Hess, GEO+ING

MITWIRKENDE:
Daniel Löhr, E.M.S. AG
Manfred Huber, FHNW
Carla Thoma, Acht Grad Ost AG
Helena Aström, swisstopo
Andreas Kluser, Geoplanteam AG
Rico Breu, GEOINFO Vermessungen AG
Lukas Rüdin, Basler Hofmann

PATENSCHAFT:
"Steuergruppe BIM+Geodaten", organisiert durch GEO+ING (Swiss-Engineering - Fachgruppe der Geomatik Ingenieure Schweiz)

> LINKED OPEN GEODATA - der vernetzte digitale Raum

Linked Data nutzt das Internet, um Daten über Beziehungen miteinander zu verbinden. Die Daten werden über den Uniform Resource Identifier (URI) identifiziert, geteilt und verlinkt. Das Resource Description Framework (RDF) und zugrundeliegende Standards wie SPARQL werden dabei zur Kodierung und Verlinkung der Daten verwendet. Im Rahmen dieses Workshops wird:

  • Theoretisches Wissen vermittelt: Motivation, Grundlagen, Stand)
  • Praxis in Demos und Übungen gezeigt, z.B. SPARQL/GeoSPARQL oder die Transformation einer shape-Datei für Linked Open Data Publikation.

ZIELE:

  • Grundlageninformationen zu Linked Data (RDF, Ontologien, SPARQL ...) vermitteln
  • Stand und Verbreitung an Hand einiger SPARQL endpoints bewusst machen
  • Potentiale aufzeigen (bestehende Standards) und Beispiel zeigen (ev. selbst üben lassen)

SPRACHE:
Deutsch, Französisch

MODERATION:
Manfred Loidold, LO-GI-PM GmbH

MITWIRKENDE:
Pasquale Di Donato, swisstopo
Thomas Strösslin, APP

> Workshop: KARTEN DES BUNDES ZUR VISUALISIERUNG

Der Kurs richtet sich an Journalistinnen und Journalisten, die als Information und zur Illustrati-on ihrer Beiträge (interaktive) Karten und andere Geodaten einsetzen. An praktischen Bei-spielen wird gezeigt, wie die fast 600 Geodatensätze des Bundes und speziell von swisstopo verwendet werden können. Dabei haben die Teilnehmenden Gelegenheit, dies selber mit ei-genen Daten zu üben. Der Kurs soll auch eine Plattform bieten für den Informationsaustausch zwischen Medienschaffenden und swisstopo, um die gegenseitigen Bedürfnisse und Ansprü-che noch besser kennen zu lernen. Im Rahmen des GEOSummits haben die Teilnehmer auch einen Überblick über dem vielfältigen Einsatz der Geodaten bei der Verwaltung und der Wirtschaft. 

ZIELE:
Zugang und Nutzung von swisstopo-Geodaten; map.geo.admin.ch als Quelle für Storytelling; Nutzung und Integration (iFrame) von Bundesgeodaten via map.geo.admin.ch; Gebühren und Copyright bei statischen Daten für swisstopo; praktische Beispiele; Besuch der GEOSummit Messe.

VORAUSSETZUNGEN:
Eigener Laptop, eigene Daten mit Raumbezug (EXCEL,CSV, KML) mitbringen

SPRACHE:
Deutsch

MODERATION:
David Oesch, swisstopo

PATENSCHAFT:
swisstopo

Weitere Informationen

Nachmittag

> DIGITALISIERUNG UND RAUMPLANUNG - ZWECKEHE ODER LIEBESHEIRAT

Was bedeutet die Digitalisierung für die Raumentwicklung? Wo steht die Raumplanung im technologischen Wandel? Wohin soll die Reise gehen?

Wir wollen am Beispiel der Mobilität unterschiedliche Schlaglichter auf die Entwicklung der Nutzung des Raumes eingehen. Neue Wirtschaftsmodelle, neue Technologien bringen neue Ansprüche an den Raum. Wie sollen die Beteiligten mit diesen schnell ändernden Umständen klar kommen?

Wir werfen Schlaglichter auf das Thema und diskutieren die Themen in drei Themenblöcken. 

  1. Informationssicht: Woher kommen die Informationen, welche die digitale Transformation erfordert? Wem gehören die Daten, wer sichert deren Zuverlässigkeit, wer hat Einsicht? Wer steuert den Wandel, wer steuert den Raum? 
  2. Gesellschaftliche Sicht: Was ist die Rolle der Politik und der Raumplanung im digitalen Wandel? Wie funktioniert Partizipation, Kollaboration und was ist die Rolle der Unternehmen? Was ändert sich in den Prozessen der Planung? 
  3. Rahmenbedingungen: Was sind die gesellschaftlichen, technologischen und rechtlichen  Rahmenbedingungen von heute und wie müssen sich diese Wandeln? Wie Agil muss das System sein um dem Wandel standhalten zu können?

ZIELE:
Aus dem interaktiven Workshop erwarten wir eine Zusammenstellung von Auswirkungen der Digitalisierung auf die Raumentwicklung erstellen zu können und die Handlungsfelder zu identifizieren. Diese Resultate sollen in einen Positionspapier fliessen, welches mit den Berufsverbänden der Planenden diskutiert werden soll, um den Wandel des Berufsfeldes der Planenden zur Tatsache zu machen.

SPRACHE:
Deutsch

MODERATION:
Yves Maurer, Bundesamt für Raumentwicklung
Dirk Engelke, Hochschule für Technik Rapperswil

MITWIRKENDE:
Esther Casanova, FSU
Marcel Buffat, GS-UVEK
Ulrich Seewer, Bundesamt für Raumentwicklung

PATENSCHAFT:
Hochschule für Technik Rapperswil (HSR)  & Bundesamt für Raumentwicklung (ARE)

> From 3D point cloud to SMART City and BIM

In vielen Bereichen der Privatwirtschaft, der Verwaltung und der Bildungsinstitutionen spielen Städte als digitaler Lebensraum eine grosse Rolle. Wie erhalten wir effizient Geodaten für digitale Stadtmodelle und wie und wofür können sie effizient genutzt werden? Den Teilnehmern dieses Workshops sollen aktuelle und zukunftsweisende Techniken, Trends, Projekte sowie Produkte zu diesen Themen vorgestellt werden. Es wird genügend Zeit für Diskussionen, Impulse und Ideenaustausch zur Verfügung stehen.

SPRACHE:
Deutsch & Englisch

MODERATION:
Kirsten Wolff, Stéphane Bovet, SGPF

MITWIRKENDE:
Hans-Joachim Benfer, Aerowest GmbH
Christoph Hess, GEO+ING
Wissam Wahbeh, FHNW
Konrad Schindler, ETH Zürich
Hansjörg Stark, SBB AG

PATENSCHAFT:
SGPF

> Machine Learning in der Geomatik - Anwendungspotential & Herausforderungen

Künstliche Intelligenz und Big Data haben sich als Schlagwörter der Digitalisierung etabliert. Was steckt konkret dahinter? Welche Anwendungsgebiete bieten sich für die Geomatik an? Wie weit sind wir bereits heute? Welche Chancen und Risiken gilt es zu beachten? Anhand von Impulsvorträgen und praxisorientierten Übungen sollen diese Fragen anschaulich beleuchtet werden. Die Besucher des Workshops sind gebeten, ein Notebook mitzubringen, auf dem sich eine Applikation installieren lässt (keine Voraussetzung an das Betriebssystem).

ZIELE:
Die Teilnehmenden sollen an Aufgabenstellungen des maschinellen Lernens für Anwendungen in der Geomatik herangeführt werden und einen Einblick in das Potenzial der Methodik erhalten. Zunächst werden Ziele vorgestellt, die mit maschinellen Lernverfahren verbunden sind und dadurch einen engen Zusammenhang mit Information aufweisen: Durch ein jährliches Produktionsvolumen in der Größenordnung von Billiarden Gigabytes wird Information zu einem überfliessenden Gut unserer Gesellschaft - wir leben im Zeitalter des Big Data. Solche Grössenordnungen können verunsichern und bergen Risiken, prominent das eines Kontrollverlustes. In einer positiven Auseinandersetzung kann es ebenso bedeuten, dass sich neue Welten eröffnen, wenn aus verfügbaren Informationen sinnvolle Zusammenhänge entdeckt und genutzt werden. Eine Chance, die es insbesondere in der Geomatik zu nutzen gilt: Moderne Umsetzungen des maschinellen Lernens wie Deep Learning sind geradezu prädestiniert, um etwa im Zusammenhang mit der Fernerkundung und mit Mobile-Mapping-Bildern relevante Fragestellungen zu beantworten!

VORAUSSETZUNGEN:
Die Besucher dieses Workshops sind gebeten, ein eigenes Notebook mitzubringen.

SPRACHE:
Deutsch

MODERATION:
Denis Jordan, Institut Geomatik FHNW

MITWIRKENDE:
Maria Schönholzer, FHNW
Daniel Rettenmund, FHNW
Markus Schär
Pascal Stucki, FHNW

PATENSCHAFT:
FHNW

> Platform as a Service (PaaS): Chancen und Risiken dieser Cloud-Plattform in der Geoinformation

Cloud-Lösungen werden von verschiedenen Herstellern und von OpenSource-Projekten angeboten. In diesem Workshop beleuchten wir insbesondere die Platform as a Service (PaaS)-Angebote. Wie können diese Dienste eingesetzt werden? Welchen Nutzen und ggf. Risiken bringen sie?

Im Rahmen des Workshops erklären wir die Funktionsweise von PaaS, diskutieren die Stärken und Schwächen bzw. Risiken einiger dieser Dienste, identifizieren den Nutzen für die Anwender und vertiefen weitere Aspekte (z.B. Datenschutz, Sicherheit, Rechtliches, etc.). 

ZIELE:

  • Begriffserklärung und Abgrenzung des Begriffs „Platform as a Service“
  • Eigenschaften/Anforderungen/Nutzen von PaaS
  • Architekturmodelle
  • Vor-/Nachteile, Herausforderungen und Chancen

SPRACHE:
Deutsch

MODERATION:
Dominik Angst, ITV und SOGI FG GIS-Technologie

MITWIRKENDE:
Luzius Ammann, HxGN Schweiz AG
Andreas Neumann, Kt. Zug
Benedikt Notter, Infras
Christine Najar, swisstopo
Hans-Jörg Stark, SBB AG
Hans-Ulrich Widmer, eidg. Finanzkommission
Jürg Reist, AEW Energie AG
Markus Schenardi, Geocom Informatik AG
Reto Zimmermann, Asseco BERIT AG
Stefan Keller, HSR
Urs Arnold, Stadt Bern
Urs Flückiger, Schweizerische Südostbahn AG
Hanspeter Christ, swisstopo
Marc Fürst, ESRI Schweiz AG

PATENSCHAFT:
SOGI

> Remote Sensing: Von der Drohne bis zum Satellit

Neue Sensoren und Trägersysteme erhöhen die Datenvielfalt,- aktualität und –qualität. Neuste Daten und Technologien aufgenommen von Satelliten, bemannten Flugzeugen/Helikoptern, Drohnen und auch terrestrischen Systemen bieten ungeahnte Möglichkeiten. Die geschickte Verarbeitung und Kombination wird den zukünftigen Erfolg der Fernerkundung garantieren.

ZIELE:
Vom Pixel zur digitalen Information in Raum und Zeit. Wir werden am Beispiel des Bergsturzes von Bondo (2017) zeigen wie Fernerkundungs-Daten erfolgreich kombiniert werden können. Folgende Fragen sollen geklärt werden: 

  • Welche Informationen kann man mit den neusten, drohnenbasierten oder freizugänglichen Daten erhalten?
  • Wo können freizugängliche Informationen geholt werden (Datenportale): map.geo.admin.ch und Copernicus-Datenportale?
  • Wie extrahiere ich Informationen aus den raumbezogenen Bildern für meine Fragestellung?
  • Wie ergänzen sich die verschiedenen Systeme und Datentypen?

 Es soll ein erster Eindruck beim Erkunden neuer Werkzeuge gewonnen werden.

VORAUSSETZUNGEN:

  • Ein eigener Laptop, Mac oder Windows, mit WLAN Zugang und aktuellem Browser
  • Neugierde und Offenheit für Neues

SPRACHE:
Deutsch

MODERATION:
Claudia Röösli, Universität Zürich
Gebhard Merk, Schweizerischer Verband Ziviler Drohnen & Schällibaum AG

MITWIRKENDE:
Bernd Hartmann, GeoGrischa AG
Roederick Kühne, Amt für Wald und Naturgefahren Kt. GR
Philip Jörg, NPOC & Universität Zürich
Florian Muehlschlegel, pix4D
David Oesch, swisstopo
Marc Zesiger, swisstopo