Kongressinhalte

In Bewegung bleiben. Ein Praxispodium

Wie und warum bleiben Menschen, Organisationen und Unternehmen in Bewegung? Braucht es persönliche Schicksale oder Krisensituationen um in Bewegung zu kommen? Was treibt Menschen an, sich zu entwickeln, sich zu verändern und Lebens- und Arbeitssituationen immer wieder zu gestalten und anzupassen?

Im Praxispodium lernen Sie Menschen kennen, die sich und ganze Organisationen in Bewegung gebracht haben. Aus unterschiedlichen Gründen. Wir machen uns auf die Suche nach Gemeinsamkeiten und nach menschlichen und unternehmerischen Erfolgsfaktoren, um in Bewegung bleiben zu können. Sie sind eingeladen, im Podium Fragen zu stellen.

Podiumsteilnehmende:

  • Heinz Frei
    Spitzensportler, Weltrekordhalter, Pionier des Rollstsuhlsports. Er ist nicht nur als Sportler „in Bewegung“ sondern nach einen persönlichen Schicksalsschlag auch mental „in Bewegung“.
  • Daniel Dysli
    CEO Adcom Switzerland AG, Betriebswirtschafter mit EMBA. Er ist mit seiner Unternehmung in Bewegung im Kampf ums Überleben in der bisher grössten Branchenkrise.
  • Fred-Marc Branger und Luca Branger
    Sie sind als Menschen und Familienunternehmer (Branger Architekten AG) in Bewegung, um das Unternehmen an die Nachfolgegeneration übergeben zu können.

Das Podium wird simultan ins Französische übersetzt.

Organisator: Ingenieur Geometer Schweiz (IGS) 
Kontaktperson: infotest@igs-ch.ch 

GeoBIM - Wie schaffen wir damit Mehrwerte für die Baubranche?

Building Information Modelling (BIM) ist eines der grossen Themen, welches die Bau- und Planungsbranche derzeit nachhaltig verändert. Dies liest und hört man heute bald täglich in den unterschiedlichsten Medien. Jedoch, welche Rolle spielt die Geoinformationsbranche bei der BIM Methode? Dieser Frage möchten wir unter dem Namen “GeoBIM” in diesem Kongressblock nachgehen. Die Geoinformationsbranche ist seit Jahrzenten digital, hat viele wertvolle Grundlagedaten und langjährige Erfahrungen mit GIS. Gerade das Zusammenspiel von GIS und BIM wird immer wichtiger und gewinnt auch bei den Bauherren an grosser Bedeutung. Erste innovative Unternehmen aus der Geoinformationsbranche haben mit der BIM Anwendung begonnen und arbeiten in interdisziplinären Teams zusammen. Anderseits ist das Thema BIM für viele aus der Geoinformationsbranche immer noch neu und auch mit vielen Fragen behaftet. In diesem Kongressblock möchten wir den aktuellen Stand von GeoBIM erläutern und konkrete Anwendungen und Erfahrungen von Unternehmen in dem Bereich vorstellen. 

Organisator: FHNW und Fachgruppe GeoBIM
Ansprechperson: Oliver Schneider; 
oliver.schneidertest@fhnw.ch

«Technik ohne Rechtsschranken?»

Geometerinnen und Geometer benutzen die neuesten Hilfsmittel, um die Arbeit effizienter und die Ergebnisse verlässlicher zu machen. Ihre Computer und Datenmodelle zeigen Position und Umfang der Rechte am Boden, in der Luft und im Untergrund verbindlich und allgemeinverständlich auf. Sie begeistern künftige Stockwerkeigentümer mit dreidimensionalen Modellen. Geoportale finden sich auf jeder Homepage der öffentlichen Verwaltung.

Die Arbeitsmittel beim Erfassen und Verwalten von Daten und Geodaten verbessern sich immer schneller. Die Unternehmerin und die Unternehmer erkennen die effizienten Technikgeräte und Prozesse. Diese prägen die Arbeitsweise. Die Technik folgt der Logik der Naturwissenschaft – aber ohne Rücksicht auf bestehende Rechtsregeln.

Wer ist in diesem Umfeld der Taktgeber? Soll sich das Recht den technischen Möglichkeiten unterwerfen? Soll und kann es der Entwicklung der Technik Schranken setzen?
 

Referentinnen und Referenten:

  • Meinrad Huser, Dr. iur., Lehrbeauftragter an der ETH Zürich, Dozent an der ZHAW School of Management and Law und an der FHNW Muttenz, Hochschule für Architektur, Bau und Geomatik, Institut Geomatik sowie Inhaber der Huser Bau- und Immobilienrecht, Zug, und Konsulent bei AA+K Abegg Anwälte und Konsulenten Zürich
    Thema: Fragestellung und Lösungsansätze
     
  • Daniela Ludwig Amato, Dr.-Ing. Architektin TU, exec. MPA UniBe, Co-Leiterin Geschäftsbereich Energie, im Umwelt- und Gesundheitsschutz, Baubewilligungen
    Thema: E-Baubewilligung bei den Gemeinden des Kantons Zürich, Beispiel Stadt
     
  • Urs Paul Holenstein, Lic. iur., Bundesamt für Justiz, Leiter Fachbereich Rechtsinformatik, Bern
    Thema: noch genauer zu bestimmen: Entwicklung der Technik und der Rechtslage bei der Einführung der digitalen Signatur und der elektronischen Identität


Organisator: Ingenieur-Geometer Schweiz
Kontaktperson: Dr. iur. Meinrad Huser; meinrad.husertest@fibermail.ch

 

GEO-Visualisierung – unendlich viele Möglichkeiten!

Geoinformationen boomen und bieten einen enormen Mehrwert für fast jede Geschäftsbranche. Aber wie gestalten wir aussagekräftige und beeindruckende Visualisierungen und welche Regeln müssen wir dabei einhalten? Geoinformationen haben sich erfolgreich von 2D in die dritte und vierte Dimension katapultiert und werden heute auf den unterschiedlichsten Medien visualisiert. Erfahren Sie was heute möglich ist!

Organisator: Schweizerische Gesellschaft für Kartografie (SGK)
Kontaktperson: Mark Wigley
m.wigleytest@esri.ch

Vortragsblöcke & Referierende:

  • Worldmapgenerator - Julia Mia Stirnemann, Juliamia Grafik
  • Swiss Map Vector - Pascal Maurer, swisstopo
  • 3D Entwicklungen in Geovisualisierung - Sascha Brunner, Esri R&D Center Zurich
  • Die Wahrnehmungslücke zwischen Klimawissenschaften und der öffentlichen Wahrnehmung schliessen - Michael Schmutz, Meteotest
  • Visualisierung von 4D-Vereisungsprognosen auf Flugrouten - Remo Goetschi, Meteotest
  • Moderne 3D Geovisualisierung und Analyse im Browser - Nadia Panchaud, Hexagon Geospatial
  • MurGame: neue Wege in der Naturgefahrenkommunikation durch Geo-Visualisierung und Serious Games - Catherine Berger, Geo7
  • Offene Kommunikation durch Augmented-Reality-Erfahrungen in der Stadt Planung - Ursina Boos - Esri Schweiz AG

Kataster der Zukunft

In der Schweiz bilden die vielfältigen Kataster eine wichtige Grundlage für viele gesellschaftliche Aktivitäten. Diese müssen sich auch auf die zukünftigen Bedürfnisse ausrichten und daher werden die Amtliche Vermessung, der ÖREB-Kataster und die Leitungskataster laufend weiterentwickelt. Das neue Datenmodell der AV, DM.flex, hat den Praxistest bestanden. Was sind die Erkenntnisse daraus und wie geht es weiter? Welches sind die Herausforderungen, um die Gültigkeit oder sogar die Rechtskraft digitaler Daten zu erhalten und wie könnte diese Datenqualität zukünftig nachgewiesen werden? Was kann bei den amtlichen Daten sonst noch in Zukunft erwartet werden? 

Organisator: CadastreSuisse und swisstopo
Ansprechperson: Christoph Käser
christoph.kaesertest@swisstopo.ch

Vortragsblöcke & Referierende:

  • DM.flex Neues Datenmodell der Amtlichen Vermessung; Erfahrungen aus dem Pilotprojekt Kanton Schaffhausen / Hexagon - Hannes Schärer, Kanton Schaffhausen & Andreas Kuratli, Hexagon
  • Ergebnisse der Studie «Information Definition Need für die AV» - Lukas Schildknecht, FHNW
  • Die Chancen und Herausforderungen des „Katasters der Zukunft“; aus rechtlicher und usertechnischer Sicht - Dr. Amir Moshe, selbstständiger Jurist
  • Der Beitrag der Geometer zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele 2030 - Maurice Barbieri, CLGE

DAS MEISTERN GESELLSCHAFTLICHER HERAUSFORDERUNGEN MIT AMTLICHEN GEOINFORMATIONEN

Seit 20 Jahren fördert das Koordinationsorgan für Geoinformation des Bundes (GKG) die Zusammenarbeit zwischen zahlreichen Bundesstellen im Bereich Geoinformation, setzt sich für die Datenharmonisierung ein, betreibt eine Geodateninfrastruktur des Bundes mit einem viel beachteten und genutzten Geodatenviewer, plant und überwacht die Umsetzung der Geoinformationsgesetzgebung. Dank diesen Anstrengungen liegen heute Hunderte von interoperabel strukturierten Geodaten vor, welche mithelfen, unsere Gesellschaft in eine digitale Zukunft zu führen und nationale wie auch globale politische Zielsetzungen zu erfüllen. Gesellschaftliche Herausforderungen wie der Klimawandel, die Agenda 2030, eGovernement, multimodale Mobilität oder die Energiewende sind ohne Geodaten nicht zu meistern.  Was bedeutet dies für die amtlichen Geoinformationen und die Geoinformationsinfrastrukturen bei Bund, Kantonen und Gemeinden? Welche Chancen und Herausforderungen bieten sich für die Geobranche? Wie schlagen sich diese Entwicklungen in einer nationalen Geoinformationsstrategie nieder?

Organisator: GKG, vertreten durch swisstopo und BFS
Ansprechperson: Fridolin Wicki, fridolin.wickitest@swisstopo.ch

Swiss Territorial Data Lab, von Daten zu Wissen dank angewendetem Machine Learning

Mit welchem Qualitätsniveau kann man thermische Solaranlagen automatisch in Orthofotos erkennen? Ist es möglich, die Bauzeit von Gebäuden in den letzten 70 Jahren aus den Landeskarten zu bestimmen? Kann man durch die Kombination von LiDAR Daten mit hoher Punktdichte und hyperspektralen Bildern die Erstellung des Inventars der Einzelbäume automatisieren? Das sind einige der Fragen, die das Projekt Swiss Territorial Data Lab (STDL) adressiert. Wir zeigen Antworten auf diese Fragen auf und teilen unsere Erfahrungen.

Das STDL ist eine Initiative von 7 Partnern: den Kantonen Genf, Neuenburg und Thurgau, der Universität Genf und der Fachhochschule Nordwestschweiz in Muttenz sowie dem Bundesamt für Statistik und dem Bundesamt für Landestopografie swisstopo.

Unser Ziel ist die Lösung konkreter Problemstellungen der öffentlichen Verwaltung durch die Verknüpfung von Datenwissenschaft und Geodatenanalyse.

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Swiss Territorial Data Lab, de la donnée à la connaissance grâce au Machine Learning appliqué

Avec quel niveau de qualité peut-on détecter automatiquement des panneaux thermiques sur la base d'orthophotos ? Est-il possible d'identifier sur les 70 dernières années la période de construction des bâtiments grâce aux cartes nationales ?  Peut-on automatiser l'inventaire de plus de 500'000 arbres isolés en utilisant des données LiDAR à haute densité de points et des images hyperspectrales ? Ce sont des questions adressées par le projet Swiss Territorial Data Lab (STDL) auxquelles nous allons apporter des réponses et partager notre expérience.

Le STDL est une initiative de 7 partenaires : les cantons de Genève, Neuchâtel et Thurgovie, l'université de Genève et la Fachhochschule Nordwestschweiz à Muttenz, l'Office fédéral de la statistique et swisstopo.

Notre objectif est de résoudre des problématiques concrètes des administrations publiques en utilisant la science des données appliquée aux géodonnées.  

Untergrund

Wenn der Platz an der Oberfläche knapp wird, bauen wir in die Höhe und in die Tiefe. Dadurch gewinnt der Untergrund rasant an Bedeutung. Für die Ver- und Entsorgung ist dies nicht neu, jedoch kommen unterirdische Transportsysteme, Erdsonden, Pfählungen und dergleichen dazu. Es stellen sich vielfältige (GIS-)datentechnische bis rechtliche Fragen, um die die Anforderungen für einen zukünftigen Untergrund-Kataster definieren zu können. Was sind heute die Voraussetzungen, Herausforderungen, Erfahrungen?

Organisator: Fachgruppe 3 «Datenangebot und -nutzung» und Fachgruppe 7 «Werke» der SOGI (Schweizerische Organisation für Geoinformation) 
Ansprechperson: Martin Probst
martin.probsttest@geoengineering.ch