Kongress, 7. Juni 2018

Digitaler Lebensraum

Der dritte Tag des GEOSummit 2018 behandelt mit der Plenary und in parallelen Kongress-Tracks eine grosse Vielfalt an Themen rund die Herausforderung der Planung unseres zukünftigen Lebensraumes.

Untenstehende Tracks sind bereits in Planung und werden in den nächsten Monaten im Rahmen des Call for Presentation konkretisiert. Weitere Tracks werden dazukommen.

Parallel zum Kongress werden in der Messe und im FutureLab viele innovative Lösungen vorgestellt.

> ÖREB - Vom Informationssystem zum Rechtskataster

Der Kataster der öffentlich-rechtlichen Eigentumsbeschränkungen wird schweizweit bis 2020 eingeführt, mit 17 Themen nach Bundesrecht. Der Kataster ist heute ein reines Informationssystem mit qualitativ hochwertigen Informationen sowohl zu den Geodaten, wie auch zu den Rechtsvorschriften. Die Benutzerevaluation zeigt, dass der Kataster richtig aufgestellt ist, sich aber in Richtung Vollständigkeit und Rechtssicherheit weiterentwickeln muss. Der Kunde erwartet alle rechtsgültigen und geplanten Beschränkungen.

Braucht es dazu Beglaubigungen oder die Funktion als Publikationsorgan? Zusammen mit Kantonsvertretern und Juristen wird den Fragen nachgegangen.

> Smart Cities - wie weit sind wir schon?

Globale IT- Unternehmen und führende Universitäten erzählen schon seit Jahren von Smart Cities.  Konkrete Ergebnisse sind im Alltag für Bürgerinnen und Bürger nicht offensichtlich.  An realen Beispielen von Schweizer Städten wird gezeigt, was bereits gemacht wurde und welchen Nutzen die Digitalisierung und Vernetzung in Städten bringt.

> Berufsbild - was braucht es in Zukunft?

Wer vor einigen Jahrzehnten einen Beruf gelernt hat, wusste, dass er diesen mit grosser Wahrscheinlichkeit auch ausübern wird. Wer heute einen Beruf lernt, weiss nicht, ob es diesen in 10 Jahren noch braucht. Welches sind die Grund- und Fachkompetenzen, welches es auch in Zukunft brauchen wird? Was kann die GEO-Branche dafür tun?

> GeoDesign - zeigen, was noch niemand sieht

Seit Jahrhunderten werden räumliche Daten mit Karten und Plänen dargestellt. Seit Jahrzehnten gibt es leistungsfähige GIS, doch werden diese in der Planung eher dokumentarisch eingesetzt. Ist das GIS zu kompliziert oder die zu beplanenden Situationen so komplex? Oder stehen rationale Analysen und Modellierungen gar im Widerspruch zu intuitiven Planungsansätzen? Mit Geodesign sollen die Welten kombiniert und planerisch wichtige Aspekte gezeigt werden, die mit bisherigen Planungsinstrumenten nicht offensichtlich waren.

> Digitalisierung: Leadership im Change

Die GEO-Branche beschäftigt sich bereits seit langem mit Informatik. Die laufende Digitalisierungswelle wird jedoch weitere, rasche Veränderungen für Unternehmen, Arbeitgebende und Arbeitnehmende bringen! Es braucht neue Denk- und Handlungsmodelle und Leadership!

> Spannungsfeld Innovation und Verwaltung: Wie finden wir die richtige Balance?

Die Verwaltung setzt unseren Rechtsstaat kontinuierlich und langfristig um. Digitialisierung und Innovation erfolgt oft sehr schnell und kann bisherige Regelungen übersteuern. Um Chaos zu vermeiden, jedoch Fortschritt nicht zu behindern, muss die Balance zwischen Legalität und Legitimität aktiv gesucht werden. Denkanstösse und Lösungsansätze werden diskutiert.

> Geobased Riskmanagement - Wie können wir die Auswirkungen des Klimawandels modellieren?

Das Risiko von Naturgefahren wird durch die Klimaerwärmung zunehmen. Dies hat einen Einfluss auf die Nutzung unseres Lebensraumes.  Für die Gefahrenprävention wird die Modellierung dieser Risiken in Zukunft wichtiger, aber auch komplizierter. 

Welche neuen Möglichkeiten für die Analyse, Simulation und Visualisierung gibt es?
Mit welchen neuen Lösungsansätzen werden wir uns zukünftig beschäftigen müssen?